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meine Arbeitsweise

 

Zu Beginn hatte ich mir Herdenschutzhunde gekauft, die nicht den Vorstellungen entsprachen, die ich an diese Hunde hatte. Schweren Herzens verkaufte ich sie nach einiger Zeit wieder und begann sehr genau Hunde auszuwählen, die nach meinem Denken geeignet sind, für die Herdenschutzarbeit in Verbindung mit einer Gutmütigkeit zu den anvertrauten Weidetieren und den vertrauten Menschen. Man sollte dabei auf gutes Zuchtmaterial zurückgreifen und auch keine Ausgaben scheuen, denn diese machen sich bald bezahlt. Bei dieser Auswahl half mir meine jahrelange Erfahrung mit meiner Hütehundezucht und einige Freunde der Herdenschutzhunde, die ich bei meinen Links angegeben habe. Zu Beginn hielt ich zwei Hündinnen auf einer fest eingezäunten Koppel von etwa vier Hektar. Später kam ein männlicher Welpe dazu.

Mit einem dreiviertel Jahr änderte sich jedoch plötzlich alles. Die Hündinnen begannen in bestimmten Situationen Rangkämpfe mit schweren Verletzungen. Nach erneuten Beratungen mit erfahrenen Freunden trennte ich die beiden Hündinnen, bevor sie sich bleibende Schäden zufügen konnten und beschloss, wie so oft bei anderen Haltern gesehen, auf einer Koppel jeweils einen Rüden und eine Hündin zu halten. So kaufte ich noch einen männlichen Welpen zu. Dies funktioniert derzeit sehr gut, aber die beiden Rüden sind auch noch jung. Problem dabei wird sicher in Zukunft sein, immer die Läufigkeit der Hündin abzupassen und die Rüden für diese Zeit zu separieren. Eine der wichtigsten Aussagen eines langjährigen Herdenschutzhundezüchters für mich war: „Du mußt dir doch nicht einbilden, weil du mehrere Hunde zusammen tust, hast du dann ein Rudel. Das entscheiden die Hunde selber.“

Diese Aussage ist die tiefe Wahrheit, die sich dahinter verbirgt. Das spielt bei anderen Rassen nicht so die Rolle, aber bei Herdenschutzhunden kann das das Ende sein.

So beuge ich mich dieser Wahrheit, ziehe meine Konsequenzen daraus und stelle die Haltung darauf ein. Es wird sicher auch in der Zukunft ein dynamischer Prozess bleiben.

Bei der Haltung mit den Weidetieren klappt eigentlich alles ganz gut. Hin und wieder wird schon auch mal eine rennende Kuh oder ein auf eine Sau aufspringender Eber lautstark angebellt, aber ansonsten ist alles sehr harmonisch. Zu Beginn, als ich die Hunde auch Nachts auf der Koppel belassen habe, gab es manchmal sehr lautes Gebell, was einige meiner Nachbarn zu mir führte. Aber mittlerweile haben sich die Hunde an viele wiederkehrende Geräusche gewöhnt.

Im Frühjahr 2017 ist meine Limona Pflegemutter für einen Wurf altdeutscher Strobel- Welpen. Diese durften bereits nach fünfzehn Minuten allesamt auf ihrem warmen Fell Platz nehmen und sie kümmert sich fürsorglichst um sie. 

Mittlerweile ist es ein Traum die Hunde bei den Weidetieren zu sehen. Hin und wieder bekommt mal eine Kuh den Kot vom Hintern gefressen, oder die Hunde stitzen bei den Wollscheinferkeln während die Muttersau zum Fressen aus dem Offenstall gegangen ist. Es müssen sich nicht nur die Herdenschutzhunde an die Weidetiere gewöhnen, sondern auch die Weidetiere an die Hunde. Und bevor eine Muttersau ihre Ferkel einem Hund überläßt, kann es schon mal ein Jahr dauern.